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Allgemeiner Eindruck
Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit dem Dreame Aqua 10 Ultra Complete. Ich nutze ihn seit Oktober und es ist mein erster Reinigungsroboter. Der Einstieg in die Welt der Saug- und Wischroboter ist mir damit sehr leicht gefallen, da das Gerät im Alltag zuverlässig arbeitet und vieles automatisch erledigt.
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Navigation & Hinderniserkennung
In meiner Wohnung kommt der Roboter mit 1–2 cm hohen Türschwellen, Möbeln und engen Bereichen gut zurecht.
Die Navigation funktioniert insgesamt sehr gut. Es gibt zwar ein paar kleinere Ungenauigkeiten, die gelegentlich etwas Zeit kosten, den Reinigungsablauf aber nicht wirklich stören.
Besonders positiv:
• Präzise Kartenerstellung
• Zuverlässige Hinderniserkennung, die auch sauber in der App visualisiert wird.
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Reinigungsleistung (Saugen & Wischen)
Die Reinigungsleistung überzeugt mich, sowohl beim Saugen als auch beim Wischen.
Vor allem die Wischwalzen-Technologie begeistert mich: Böden werden sauber und gleichmäßig gewischt.
Die automatische Reinigung läuft bei mir:
• 2× pro Woche in Abwesenheit
• 1× pro Woche in Anwesenheit
Das funktioniert zuverlässig und ohne Eingriffe.
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App & Bedienung
Die App ist sehr umfangreich und bietet extrem viele Einstellmöglichkeiten.
Nahezu jeder Punkt lässt sich individuell anpassen – von Reinigungsarten über Raumparameter bis hin zu Zeitplänen. Das ist ideal, wenn man seinen Roboter wirklich auf die eigene Wohnung abstimmen möchte.
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Lautstärke & Akku
• Lautstärke:
• Normal-Modus: angenehm leise
• Turbo-Modus: hörbar, aber absolut im Rahmen
• Akkulaufzeit:
Der Akkuverbrauch ist in Ordnung, könnte aber besser sein.
Trotz einer Ladebegrenzung auf 80 % reicht die Kapazität jedoch aus, um meine komplette Wohnung 45qm in zwei Durchgängen (Wischen nach dem Saugen) zu reinigen.
• Ladeleistung (kritisch):
Die Ladegeschwindigkeit ist mir eindeutig zu langsam. Besonders in der Station, etwa während der Walzenreinigung, lädt der Roboter teilweise nur 1–2 % nach. Das wirkt unnötig träge und könnte deutlich optimiert werden.
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Reinigungsstation – Komfort mit Schwächen
Dass die Station den Staub absaugt und die Wischwalze reinigt, ist extrem komfortabel und im Alltag eine große Erleichterung.
Allerdings gibt es hier auch einige klare Schwachpunkte.
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Negative Punkte & Kritik
1. Waschmittel-Dosierung (sehr schwach)
Der Waschmittelverbrauch ist praktisch nicht wahrnehmbar.
Der Tank ist seit Oktober im Einsatz (anfangs sogar 2× wöchentliches Wischen) und der Füllstand ist kaum gesunken. Zwar sieht man etwas Schaum im Abwassertank, beim Reinigen selbst fehlt aber jeglicher Duft oder das Gefühl einer aktiven Reinigung.
Subjektiv wirkt die Dosierung eher wie eine homöopathische Placebo-Menge.
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2. Teppicherkennung bei kleinen Teppichen
Kleine Teppiche (ca. 60 × 40 cm) erkennt der Roboter nicht zuverlässig.
Selbst wenn man sie manuell in der Karte einzeichnet, fährt er beim Wischen mit einem sehr großen Sicherheitsabstand darum herum.
Große Teppiche hingegen erkennt er hervorragend und reinigt sauber am Rand entlang, hier funktioniert alles vorbildlich.
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2. Muffige Wischwalze
Nach wenigen Wochen begann die Wischwalze während des Trocknens im Raum zu müffeln, obwohl:
• die 100Grad Reinigung aktiv war
• eine Trocknungszeit von 4 Stunden eingestellt war (die Walze war danach trocken)
Ich musste die Walze extern mit Waschmittel reinigen, um den Geruch loszuwerden.
Nach weiteren 2-3 Wochen trat das Problem erneut auf.
Mittlerweile hat sich die Situation jedoch etwas verbessert:
Seitdem ich zum Reinigen das Tiergeruchsmittel in Tank B zusätzlich verwende, hat sich die Situation etwas verbessert und der Muff ist nur noch gering wahrnehmbar.
Zusätzlich habe ich die Trocknungszeit auf 5 Stunden erhöht, um zu prüfen, ob sich der positive Effekt auch langfristig halten lässt, bleibt allerdings noch abzuwarten.
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3. Wischwalzenabdeckung
Relativ früh ließ sich die Wischwalzenabdeckung einmal nicht mehr entriegeln.
Nach einem Neustart trat das Problem nicht erneut auf, dennoch war es irritierend.
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4. Wasseraustritt an der Station
Einmal, vor etwa zwei Wochen, ist bei der Walzenreinigung etwas Wasser auf der rechten Seite der Station ausgelaufen.
Es war nicht viel, aber dennoch ärgerlich und sollte bei einem Gerät dieser Klasse nicht passieren.
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5. Software & Matter-Update
Das Matter-Update lässt aus meiner Sicht viel zu lange auf sich warten.
Zwar wurde es endlich offiziell am 15.12. ausgerollt, bei mir wird bis heute kein Update angezeigt.
Gerade bei einem Flaggschiff-Modell erwarte ich, dass Software-Updates im Entwicklungs- und Rollout-Prozess höher priorisiert werden.
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Fazit
Der Dreame Aqua 10 Ultra Complete ist ein sehr leistungsfähiger, moderner Reinigungsroboter, der im Alltag viel Arbeit abnimmt und besonders beim Wischen überzeugt.
Navigation, App, Reinigungsleistung und Komfort sind auf hohem Niveau.
Die Schwächen liegen weniger in der Grundfunktion, sondern eher in:
• Details der Reinigungsstation
• der Waschmittel-Dosierung
• der Software-Priorisierung
• und kleineren Qualitäts- bzw. Komfortproblemen
Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden, mit etwas Feinschliff per Software und Hardware-Optimierungen könnte das Gerät nahezu perfekt sein.
Dieses Thema wurde zuletzt von El_MustaCobra am 10-1-2026 02:51 bearbeitet ÜbersetzenOriginal anzeigen
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