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Liebe Forums-Gemeinde, ich hab inzwischen FLÜGELLOSEN VENTILATOR MF10 seit ein paar Tagen im Dauerbetrieb und wage mich nun auf Basis meiner Erfahrungen an einen etwas ausführlicheren Review:
Design & Verarbeitung
Da ist Dreame meiner Meinung nach richtig was gelungen. Wir alle haben die handelsüblichen Ventilatoren im Kopf, meine drei bisherigen sind reine Gebrauchsgegenstände, die ich im Hochsommer abends hervorkrame, ansonsten aber am liebsten verstecken möchte. Auch wenn ich mir den aktuellen Markt ansehe, finde ich da weit und breit nichts, das einen modernen, stylishen Haushalt optisch aufwertet. Das gelingt dem MF10 durchaus!
Das Teil wirkt durch seinen matten Metallic-Look edel in der Verarbeitung, der Champagnerton passt farblich wirklich überall rein und mit dem sogenannten HarmonyRing - den beiden gegenläufig schwingenden Halbkreisen - bekommt der Ventilator beinahe was Skulpturales.
Auch sonst wackelt, knarzt, ächzt und stöhnt hier nichts. Der schwere gummierte Metallsockel sorgt für stabilen Stand auch auf glatten Böden. Der Zusammenbau ist mit einem Handgriff erledigt, das ist gerade für kleinere Wohnungen ideal, in denen man im Winter der Platz für etwas anderes nutzen will.
Luftverteilung & Technik
Der Harmony-Ring verfügt über schmale Luftauslässe an den Rändern und beide schwenken - je nach Einstellung synchron oder gegenläufig - um 90 Grad. Dazu dreht sich der gesamte Ventilatorkopf im Oszillationsmodus um 180°. Der MF10 erreicht so laut Dreame eine räumliche Luftverteilung von bis zu 270 Grad. Das sorgt dafür, dass der Raum schon in niedrigen (und damit leisen) Lüfterstufen gleichmäßig und gründlich durchgelüftet wird. Statt eines einzelnen Kältepunkts wie ihn andere Ventilatoren erzeugen, sorgt der MF10 dafür, dass sich der Raum gleichmäßiger abgekühlt anfühlt.
Berücksichtigen muss man allerdings, dass der Ventilatorkopf 37cm im Durchmesser misst und auf Grund seines Bewegungsdrangs entsprechenden „Headroom“ braucht.
In den höheren Stufen ist der MF10 natürlich deutlich hörbar, das lässt sich nicht vermeiden, doch im Schlafmodus oder bei niedriger Lüftergeschwindigkeit angenehm leise. Auch die Bewegungen der Flügel und des Kopfes erfolgen wie erwartet völlig lautlos.
Steuerung & Smart Home
Für die Bedienung der MF10 stehen fünf prinzipielle Varianten zur Verfügung. - Erstens das Touch-Display am Gerät, dessen Beleuchtung angenehm dezent ist und sich in der App auch komplett ausschalten lässt. Das wird lichtempfindliche Menschen, die den Ventilator in der Nacht in der Nähe des Betts betreiben wollen, besonders freuen.
- Zweitens: Die magnetische Fernbedienung. Die Ein-Aus-Taste ist selbsterklärend, mit dem runden Knopf in der Mitte startet man die Oszilation, links und rechts sitzen die Tasten für die individuellen Einstellungen der beiden Flügel und oben und unten steuert man die Geschwindigkeit des Ventilators. Weiters gibt es Tasten für „Timer“ / „Presets“ / „Display an und aus“ / sowie eine „Zurücktaste.“
Die magnetische Fernbedienung lässt sich direkt am Gerät befestigen und verschwindet so nicht in einer Sofaritze. - Die umfassendste Steuerung klappt via App: Neben den Grundfunktionen stehen hier zusätzlich noch eine Kindersicherung, eine Temperaturhistorie des Innenraums und eine Seite, die auf Wunsch Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Pollen- und Feinstaubbelastung am Wohnort anzeigt.
Außerdem kann man in der App die verschiedenen Modi konfigurieren. Zur Verfügung stehen AUTO-KI, Schlafmodus, Naturmodus, Leistungsmodus und ein benutzerdefinierter Modus. Bei mir war es in den letzten Tagen noch nicht allzu heiß, ich hatte daher meistens den AUTO-KI Modus - bei dem der integrierte Temperatursensor die Raumtemperatur kontinuierlich erfasst und seine Leistung entsprechend anpasst - oder den Natur-Modus laufen. Bei Letzterem imitiert der MF10 den sanften Luftstrom einer Meeresbrise. - Schließlich stehen noch die Sprachassistenten Google Home und Amazon Alexa als Bedienmöglichkeit zur Verfügung, das konnte ich aber als Apple-Haushalt nicht testen. Ich hoffe, dass irgendwann auch eine Matter-Unterstützung nachgeliefert wird, wäre cool, den Ventilator an gewisse Auslöser wie Personenanwesenheit oder meine Klimaanlage zu koppeln.
- In der Zwischenzeit kann man sich mit intelligenten Szeneneinstellungen behelfen, ich würde das als fünfte Bedienmöglichkeit sehen, da man so das Gerät bis zu einem gewissen Grad automatisieren kann. Zur Zeit stehen zwei Auslösebedingungen zur Verfügung „Zeit(raum)“ und „Änderung der Umgebungstemperatur“. Das reicht aber, um den Raum z.b. vor dem Nachhausekommen vorzukühlen oder ihn ab einer gewissen Raumtemperatur automatisch ein-, bzw. auszuschalten.
Sicherheit & Pflege
Durch das flügellose Design ohne rotierende Klingen besteht kein Verletzungsrisiko, was den MF10 für Haushalte mit Kindern und Haustieren deutlich alltagstauglicher macht. Zudem sammelt sich weniger Staub auf den Oberflächen, ein herausnehmbarer und waschbarer Vorfilter fängt Haare und größere Schmutzpartikel ab, in der App wird empfohlen den Filter alle 6 Monate zu wechseln. Ansonsten glaube ich nicht, dass der MF10 viel Pflege braucht, hin und wieder abstauben wird nicht schaden. Bis Dreame die ersten zweibeinigen Reinigungsroboter auf den Markt bringt, muss man das allerdings noch selbst erledigen.
Energieverbrauch
Bei Stufe 1–3 liegt der Verbrauch laut Hersteller zwischen 0,12 und 0,15 kWh – damit ist der MF10 als Dauerläufer im Schlafzimmer oder Büro durchaus vertretbar. In der App lässt sich zudem eine Schätzung des Energieverbrauchs anzeigen, was ich vorbildlich finde und für energiebewusste User ein weiteres sinnvolles Feature darstellt.
Kritikpunkte
Ein paar Kleinigkeiten sind mir bei der App aufgefallen: Erstens fände ich es sinnvoll, wenn man bei den Auslösebedingungen ähnlich wie bei der Zeit auch einen Temperaturbereich einstellen könnte, in dem das Gerät laufen soll. Aktuell braucht man dafür gleich zwei Szenarien: Einen Temperaturauslöser, der das Gerät einschaltet (bsp. ab 23°) und einen zweiten, der den Betrieb wieder beendet (bsp. wenn die Temperatur auf 20°) fällt.
Zudem finde ich es schade, dass auf der Startseite in der deutschen Version das Wort „Temperatur“ abgeschnitten ist, die Betriebsinfo „Luftzufuhr“ find ich auch nicht ideal gewählt, eher so was wie „Standby / Ventilatorbetrieb“
Zudem hat in einem Raum die Temperaturanzeige nicht mit dem meines smarten Thermometers übereingestimmt, praktisch wäre, wenn man den Temperaturfühler in der App „eichen“ könnte.
Last but not least hat mein Gerät ein paar Mal die Wlan-Verbindung verloren, was ärgerlich ist, denn genau dafür kauft man sich ja einen smarten Ventilator. Seit ich das Gerät habe, hat der MF10 aber bereits 3 Firmware-Updates durchgeführt, ich hoffe, dass das nur ein Softwarebug und nicht etwa eine Schwäche des verbauten WLAN-Moduls ist. Ich bin diesbezüglich auch bereits mit dem Support im Austausch.
Fazit: Technisch überzeugend, optisch wohnzimmertauglich, die smarten Adaptierungseinstellungen sind ein Gamechanger. Auch wenn softwareseitig noch nicht alles perfekt ist, bekommt man für den Preis ein durchdachtes, schickes und zukunftsfittes Gesamtpaket und eine perfekte Prophylaxe für heiße Sommertage!
Dieses Thema wurde zuletzt von Liftwart am 21-5-2026 12:52 bearbeitet
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